Kfz-Mechatroniker

Was sind Kfz-Mechatroniker Aufgaben?

  • Fahrzeuge warten : Zunächst macht sich der Kfz-Mechatroniker oder die Kfz-Mechatronikerin ein Bild vom Zustand des Fahrzeugs: Fallen zum Beispiel Schäden an der Karosserie, der Fahrzeugverglasung oder dem Rahmen auf? Für die Wartung gibt es strenge Vorgaben des Herstellers, die Schritt für Schritt abgearbeitet werden. Dabei helfen elektronische Mess-, Test- und Diagnosesysteme.
  • Fahrzeuge reparieren: Wenn bei der Wartung eines Fahrzeuges Schäden festgestellt werden, ist es als Kfz-Mechatroniker deine Aufgabe, die Schäden zu beheben. Mithilfe bestimmter Messverfahren kann beispielsweise genau bestimmt werden, wie tief eine Delle ist. Die erhobenen Daten helfen bei ihrer Beseitigung.
  • Einzelteile austauschen : Bei einem zu großen Schaden müssen bestimmte Einzelteile oft ganz ausgetauscht werden. Das braucht im Vergleich zur Reparatur zwar in der Regel weniger Zeit, ist aber auch teurer. Es sollte daher immer gut überlegt sein und mit dem Fahrzeugbesitzer abgesprochen werden, ob ein kompletter Austausch wirklich nötig ist.
  • Kunden beraten : In vielen Arbeitsaufträgen ist man im engen Austausch mit dem Kunden: Es werden die auszuführenden Arbeiten erklärt und gegebenenfalls auch der Gebrauch nachgerüsteter Bauteile vorgeführt. Wenn die erforderlichen Maßnahmen zur Reparatur über die Vorgaben des Kunden hinausgehen, sollte das zuerst mit ihm abgesprochen werden.
  • Inspektionen durchführen: Kraftfahrtzeuge müssen in regelmäßigen Abständen kontrolliert werden. Bei Inspektionen wird überprüft, ob alles mit dem Fahrzeug in Ordnung ist und wenn nicht, die entsprechende Diagnose gestellt. Die Maßnahmen sollten mit dem Fahrzeugbesitzer besprochen werden – so werden dann Zylinder getauscht, der Keilriemen erneuert oder auch nur das Motorenöl gewechselt.
  • Info: Im Bereich des Fehlerlesens setzen Kfz-Mechatroniker heute auf Hightech: Laptops, Tablets und Diagnosegeräte sind fester Bestandteil einer Kfz-Werkstatt. Mit ihrer Software helfen sie den Fehler schneller zu erkennen und zu beheben.

Auf welche Schwerpunkte kann man sich spezialisieren?

In der Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker kannst du dich auf fünf unterschiedliche Schwerpunkte spezialisieren. Zu Beginn deiner Ausbildung sind die Grundlagen, die du lernen musst, gleich und anschließend wird gezielt im gewünschten Schwerpunkt ausgebildet.

Die Schwerpunkte im Überblick:

  • Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik
  • Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik
  • Schwerpunkt Motorradtechnik
  • Schwerpunkt System- und Hochvolttechnik
  • Schwerpunkt Karosserietechnik

Im Schwerpunkt Personenkraftwagentechnik wird dir beigebracht, wie man Fehler an Personenkraftwagen, also normalen Autos, analysiert, defekte Teile austauscht und repariert. Beim Schwerpunkt Nutzfahrzeugtechnik ist alles eine Nummer größer – du überprüfst, wartest und reparierst Zugmaschinen, Sattelschlepper, Busse und andere Nutzfahrzeuge. Wie der Name schon sagt kümmerst du dich im Schwerpunkt Motorradtechnik um die Prüfung und Wartung von Motorrädern. Ein noch nicht so weit verbreiteter Schwerpunkt ist der für System- und Hochvolttechnik – hier bist du für Elektroautos und Autos mit Hybridantrieb zuständig und natürlich auch für alle anderen komplexen Fahrzeugsysteme. Beim Schwerpunkt Karosserietechnik bist du die Expertin für beschädigte Karosserien und baust die elektronischen Systeme und elektrischen Bauteile erst einmal aus, damit sie repariert werden können.

Warum sollte man Kfz-Mechatroniker werden?

Der Beruf des Kfz-Mechatronikers zählt nicht nur zu den beliebtesten Ausbildungsberufen, es stehen auch viele freie Stellen zur Verfügung. Sein Tätigkeitsbereich ist heute sehr groß, denn die modernen Autos sind hochkomplex und verfügen über viel Technik. Außerdem kannst du mit geregelten Arbeitszeiten rechnen und es gibt sehr gute Weiterbildungsmöglichkeiten. Oft bietet der Beruf einen guten Startpunkt dafür, ein Studium anzuschließen – zum Beispiel in der Fahrzeugentwicklung.

Wo kann ich als Kfz-Mechatroniker arbeiten?

Als Kfz-Mechatroniker arbeitest du meistens in Reparatur- und Vertragswerkstätten. Darunter gibt es auch Werkstätten, die sich auf bestimmte Fahrzeugmodelle spezialisiert haben. Außerdem kannst du in Fertigungshallen arbeiten und dort direkt an der Herstellung von Pkws mitwirken. Oder du arbeitest bei Fahrzeugherstellern, wo du auch mal direkt im Verkaufsraum Aufgaben übernimmst. Zusätzlich dazu gibt es Beschäftigungsmöglichkeiten bei Automobilclubs und Fuhrparks unterschiedlicher Branchen und Wirtschaftszweige, beispielsweise bei Verkehrsunternehmen.

Was muss ich für ein Typ sein, um Kfz-Mechatroniker zu werden?

Handwerker: Als Kfz-Mechatroniker oder Kfz-Mechatronikerin solltest du gut mit Werkzeug umgehen können. Ein Geschick im Handwerk ist von großem Vorteil.

Techniker : Da in den modernen Autos sehr viel Technik steckt, solltest du ein Verständnis von Elektronik mitbringen. Auch der Umgang mit Maschinen fällt dir leicht.

Macher : Du musst nicht lange nachdenken, sondern erkennst Fehler sofort. Du suchst lieber Lösungen als Probleme und willst lieber machen, statt lange zu planen. Dein Handeln begründest du argumentativ-überzeugend.